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Pixelbande Webdesign

Über die Lesbarkeit von Webseiten

Lesezeit: 3 Minuten, 15 Sekunden

Viel zu viele viel zu kleine Schriften

Die meisten der Webseiten, denen ich beim täglichen Besuch im Internet begegne sind schwer zu lesen. Zu oft wurde eine viel zu kleine Schriftart gewählt. Warum nur? Es gibt keinen vernünftigen Grund, online viel Information auf kleinen Raum zu pressen. Hier ist genug Platz! Diese kollektive Angewohnheit stammt wohl aus Zeiten, in denen Bildschirme noch erheblich kleinere Ausmaße hatten. Nun haben wir alle diese riesigen Monitore zu Hause – wäre es nicht gesünder eine entspannte Position einzunehmen und sich einfach mal gepflegt zurückzulehnen anstatt sich mit gekrümmtem Rücken über den Schreibtisch zu beugen?

Ich finde vollgestopfte Webseiten sehen nicht schlecht aus. Sie sehen sogar ekelhaft aus!

Im Hinblick auf eine gute Benutzbarkeit hat das stupide Befüllen mit Inhalten noch keinem geholfen. Oft höre ich dass das Scrollen auf Webseiten schlecht sei. Warum denn nur? Dann wären ja so gut wie alle Webseiten schlecht umgesetzt! Ich finde es ist überhaupt nichts falsch daran, Webseiten zu scrollen. Es ist ja auch nicht schlecht oder ungewöhnlich, Buchseiten umzublättern. Was sollten wir Webdesigner nun also besser machen?

Responsives Webdesign

Ich habe keine Lust, “größer” oder “kleiner” Knöpfe zu drücken oder irgendwelche Einstellungen im Browser verändern. Wie wir alle will ich einfach nur drauf los lesen. Eine Webseite soll sich gefälligst anpassen, nicht ich mich!

Klare Layout mit großzügigen Schriftgrößen

Ich merke bei meinen aktuellen Projekten dass es stets etwas schwieriger ist, ein ansprechendes Layout mit größeren Schriftarten zu entwickeln. Aber am Ende wird die Webseite einfacher und klarer aussehen. Eine Webseite mit Informationen vollzustopfen ist nicht schwer – aber eine leicht zu benutzende Webseite zu erschaffen ist schwer. Auch ich habe mich anfangs über diese Schriftgröße hier erschrocken. Aber nach kurzer Zeit wollte ich schon nichts mehr am Computer lesen, was eine Schriftgröße kleiner als diese 100% für den Textkörper verwendet. Und so erschließt sich einem dann auch recht schnell, warum Browserhersteller diese Textgröße als 100%-Standard festgelegt haben.

Leerraum

Text muss atmen! Typografischen Weißraum (Leerraum, “white space”) zu verwenden ist nicht eine Sache verkopfter Designer. Es ist eine Frage des guten Geschmacks. In meinem Studium bekam ich einige Regeln vermittelt: Die Spaltenbreite muss in Proportion zur Schriftgröße gesetzt werden. Denn zu lange Spalten strengen unsere Augen an. Zu kurze Spalten können ebenfalls störend wirken, da sie den Lesefluss unterbrechen. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Zeilenlänge. 10-15 Worte pro Zeile scheinen ideal. Übertragen auf liquide Layouts (welches die meisten modernen responsiven Webseiten verwenden) bedeutet das eine ungefähre Zeilenlänge von 50% der Fenstergröße. Auch zu eng gesetzte Zeilen verringern die Lesegeschwindigkeit, weil vom Auge jeweils zwei Zeilen gleichzeitig erfasst werden und deshalb bei eng zusammenliegenden Zeilen die Konzentration schwerer fällt.

Ein wenig Luft um Textabsätze verschafft also Freiraum und macht es uns einfacher, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Nur weil einem der Platz zur Verfügung steht, muss man ihn nicht bis zum Letzten füllen. Leerraum ist also kein netter Nebeneffekt, sondern die Konsequenz aus funktionalem Design.

Ausreichend Kontrast

Das ist eigentlich unnötig zu erwähnen und allgemein bekannt. Dennoch finde ich von Zeit zu Zeit Kombinationen aus silber/weiß, hellgrau/dunkelgrau oder graue Buchstaben vor gelbem Hintergrund. Zu viel Kontrast wirkt unter Umständen ebenfalls ungünstig. Dunkelgrau auf weiß sieht auf weißem Webseitenhintergrund besser aus als schwarz.

Text in Bilddateien

Text soll beim Lesen am Bildschirm durchsucht, kopiert und markiert werden. Möchte man eine andere als die zur Verfügung stehende Standardschriftart verwenden, gibt es für uns Webdesigner seit geraumer Zeit bessere Möglichkeiten (zum Beispiel und am besten: @font-face) als diese in Bilddateien darzustellen.

Webseitenbetreiber möchten meistens etwas kommunizieren und informieren. Information muss lesbar, benutzbar, zitierbar sowie skalierbar und kopierbar sein.

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