Was kostet eine Website? Ehrliche Antworten statt „kommt drauf an"
„Was kostet eine Website?" ist die häufigste Frage im Erstkontakt. Und sie bekommt in den meisten Fällen die unbefriedigendste Antwort: „Das kommt drauf an." Das stimmt zwar, hilft aber niemandem weiter.
Dieser Beitrag macht es anders. Er nennt konkrete Preisspannen für typische Webdesign-Projekte, erklärt, woraus sich diese Preise zusammensetzen, und zeigt, was sich hinter den Zahlen verbirgt. Damit Sie eine realistische Vorstellung haben, bevor Sie ein Erstgespräch führen.
Eine Vorbemerkung: Die folgenden Zahlen gelten für individuelles Webdesign mit Kirby CMS, wie ich es bei Pixelbande anbiete. Andere Modelle (Baukasten-Lösungen, große Agenturen, Offshore-Anbieter) liegen darunter oder darüber, mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen.
Drei typische Projektgrößen
Die meisten meiner Projekte lassen sich grob in drei Bereiche einteilen:
Kompakter Webauftritt: 1.500 bis 2.500 Euro
Ein klar strukturierter Online-Auftritt mit den wichtigsten Inhalten. Typisch für Selbstständige, kleine Praxen, Kreative, Handwerker, die online seriös auftreten wollen, ohne ein komplexes Funktions-Set zu brauchen.
Enthalten ist in der Regel:
- Konzept und individuelles Design auf Basis Ihrer Inhalte und Ziele
- Vier bis sechs Seiten, etwa Startseite, Über uns, Leistungen, Referenzen, Kontakt
- Kontaktformular mit DSGVO-konformer Verarbeitung
- Mobile Optimierung
- Grundlegende Suchmaschinenoptimierung
- Kirby CMS, damit Sie Inhalte selbst pflegen können
- Erklärung zur Barrierefreiheit, falls relevant
Standardprojekt: 2.500 bis 4.500 Euro
Der häufigste Fall. Ein vollständiger Webauftritt für kleine und mittlere Unternehmen, mit individuellen Inhaltselementen, mehreren Unterseiten und gegebenenfalls einem Blog oder Veranstaltungskalender.
Zusätzlich zum kompakten Paket typischerweise:
- Acht bis fünfzehn Seiten
- Strukturierte Inhaltsbausteine, die Sie flexibel kombinieren können
- Blog oder Newsbereich mit Kategorien
- Veranstaltungs- oder Terminkalender, falls relevant
- Erweiterte Bildverwaltung mit responsiven Ausspielwegen
- Mehrsprachigkeit auf Wunsch
- Performance-Optimierung nach Core Web Vitals
- Schulung für die selbstständige Pflege
Anspruchsvolles Projekt: 4.500 bis 8.000 Euro und mehr
Größere Auftritte mit individueller Funktionalität. Hier können sehr unterschiedliche Anforderungen zusammenkommen, weshalb die Preisspanne breiter wird.
Typische Erweiterungen:
- Kundenportal mit Login-Bereich
- Buchungs- oder Reservierungssystem
- Komplexe Filter- oder Suchfunktionen
- Anbindung an externe Systeme (CRM, Newsletter-Tool, Buchhaltung)
- Mehrsprachigkeit mit komplexer Inhaltsstruktur
- Designsysteme für ständige Erweiterung durch Sie selbst
Online-Shops biete ich nicht standardmäßig an, weil sich die meisten kleinen Shops mit spezialisierten Lösungen wie Shopify oder WooCommerce besser umsetzen lassen als mit einem CMS.
Was die Preise erklärt
Hinter jeder Zahl steht echte Arbeit. So setzen sich die Pakete grob so zusammen:
- Konzept und Beratung: 8 bis 20 Stunden, je nach Komplexität und Klärungsbedarf
- Gestaltung und Frontend-Entwicklung: 15 bis 40 Stunden, der größte Posten bei den meisten Projekten
- CMS-Integration mit Kirby: 10 bis 30 Stunden, abhängig von Anzahl und Vielfalt der Inhaltsbausteine
- Tests, Übergabe, Schulung: 5 bis 10 Stunden
Was die Stundenzahlen wirklich beeinflusst, ist nicht die Anzahl der Seiten. Es sind vier andere Faktoren:
1. Klarheit über Ziele und Inhalte
Wenn Sie wissen, was Ihre Website leisten soll, an wen sie sich richtet und welche Inhalte Sie liefern können, läuft die Konzeptphase schnell und klar. Wenn diese Fragen erst während des Projekts geklärt werden, dauert sie länger und kostet entsprechend mehr.
2. Zustand und Verfügbarkeit der Inhalte
Texte, Bilder und gegebenenfalls Videos sind das Material, mit dem ich arbeite. Stehen sie zu Projektbeginn fertig zur Verfügung, ist die Umsetzung effizient. Müssen Texte erst erstellt, Bilder beauftragt oder neu fotografiert werden, ist das ein eigener Aufwand. Texterstellung und Fotoshooting biete ich nicht selbst an, ich vermittle aber gerne erfahrene Partner.
3. Anzahl und Art der individuellen Funktionen
Ein Standardkontaktformular ist Stunden-Aufwand, ein mehrstufiges Anmeldeformular mit bedingten Feldern ist Tage-Aufwand. Eine Bildergalerie ist überschaubar, eine durchsuchbare Datenbank mit Filtern ist ein eigenes kleines Projekt.
4. Anzahl der Abstimmungsschleifen
Ein bis zwei Designschleifen sind in jedem Paket eingerechnet. Wenn nach der dritten oder vierten Schleife noch grundlegende Dinge geändert werden, weil Stakeholder spät dazukommen oder die Richtung neu gefunden werden muss, kostet das zusätzlich.
Die Hausanalogie, weil sie tatsächlich passt
Die Frage „Was kostet ein Haus?" beantwortet kein seriöser Architekt mit einer Zahl, ohne nachzufragen. Stattdessen klärt er ab: Wie groß? Wie viele Etagen? Welche Lage? Welcher Ausbaustandard? Welcher Energiestandard? Mit Garage, Garten, Keller?
Bei einer Website ist es ähnlich. Eine Website mit drei statischen Seiten ist eine Doppelhaushälfte ohne Keller. Eine Website mit Kundenportal, Filtersuche und mehrsprachiger Inhaltsverwaltung ist ein Mehrfamilienhaus mit Aufzug.
Was ich Ihnen aber zusichern kann: Auch ein Mehrfamilienhaus kostet nicht zehnmal so viel wie eine Doppelhaushälfte. Die Skalierung ist erfreulich.
Was nicht im Projektpreis enthalten ist
Einige Posten kommen in fast jedem Projekt zusätzlich an, gehören aber nicht zum einmaligen Webdesign-Honorar:
Pflege und Updates
Kirby CMS ist erfreulich pflegearm, aber kein System läuft ohne gelegentliche Aufmerksamkeit. Optional biete ich Wartungspakete an, die regelmäßige Updates, Backups und kleinere Inhaltsanpassungen abdecken.
Erweiterungen
Wenn Sie nach dem Launch zusätzliche Seiten, neue Funktionen oder größere Inhaltsanpassungen brauchen, rechne ich diese stundenweise zu meinem regulären Satz oder als kleines Folgeprojekt ab.
Wie Sie Geld sparen können
Drei wirksame Hebel, mit denen Sie das Projektvolumen reduzieren, ohne an Qualität einzubüßen:
- Inhalte selbst erstellen oder wiederverwenden. Vorhandene Texte, Logos und Bilder sparen Konzept- und Recherchestunden.
- Klar fokussierte Anforderungen. Eine Website, die für eine Hauptzielgruppe gemacht ist, ist günstiger und wirksamer als eine, die alle ansprechen will.
- Iteratives Vorgehen. Statt alle Funktionen sofort zu bauen, starten wir mit dem Kern und ergänzen, sobald die Website lebt und echte Nutzungsdaten vorliegen. Dazu gibt es einen eigenen Beitrag im Know-how-Bereich, der das Vorgehen detailliert erklärt.
Was Sie nicht günstiger bekommen sollten
Drei Posten würde ich nicht kürzen, weil sie sich später rächen:
- Konzeptphase. Eine Website, deren Struktur nicht durchdacht ist, frisst die Ersparnis im laufenden Betrieb wieder auf.
- Mobile Optimierung. 60 bis 80 Prozent der Besucher kommen heute mit dem Smartphone. Eine schlechte mobile Variante kostet Conversion.
- Barrierefreiheit, sofern Ihre Website unter das BFSG fällt.
Wie aus einer Spanne ein konkreter Preis wird
Nach einem 30-minütigen Erstgespräch kann ich in den meisten Fällen eine fundierte Einschätzung geben, in welchem der drei Bereiche Ihr Projekt liegt. Eine konkrete, schriftliche Kalkulation folgt, sobald Umfang, Funktionen und Inhaltsstruktur abgestimmt sind. Diese Kalkulation ist verbindlich, im Rahmen des definierten Umfangs.
Falls sich während des Projekts neue Anforderungen ergeben, besprechen wir Mehraufwand transparent, bevor er entsteht. Keine versteckten Kosten, keine Überraschungen am Projektende.
Wenn Sie Ihr Projekt einordnen wollen oder eine konkrete Indikation für Ihre Anforderungen brauchen, vereinbaren wir gerne ein 30-minütiges Erstgespräch. Kostenfrei, unverbindlich, und mit dem klaren Ziel, am Ende zu wissen, ob wir zueinander passen.
Sie wünschen eine grobe erste Kostenindikation für Ihr Webdesign-Projekt? Gerne.
Bitte kontaktieren Sie mich oder lesen Sie meine Hinweise für Projektanfragen.